Spielberichte

9. März 2019, Bezirksliga 5. Runde:

Mündener Schachclub I
3
  SC Körle I
3
Michel Wiktorczyk
1
  Alexander Glejser
0
Pawel Mykietyszyn
1
  Werner Wollrath
0
Moritz Thiel
0
  Peter Michael Haase
1
Nikolajus Sabuninas
0,5
  Jörg Leuthardt
0,5
Marc Schäfer
0
  Mathias Kornheiser
1
Norbert Niemeyer
0,5
  Wilhelm Niemann
0,5
Partien

Saisonziel nicht erreicht: Nur eine Punkteteilung erzielt. Dadurch dürften sich die Aufstiegsträume erledigt haben. Mit neutralem Auge betrachtet, muss das Remis als äußert glücklich bezeichnet werden, nur das diesmal der SC Körle der Spielverderber war. Zwar gab der SV Anderssen Arolsen II mit seinem unerwarteten Sieg von 3,5:2,5 Sieg in Kaufungen dem Mündener SC Schützenhilfe, die aber durch den verlorenen Mannschaftspunkt für uns jetzt wenig von nutzen ist. Zum Spielverlauf, aufgrund des Weltfrauentages – unser Vereinslokal der Bürgertreff war belegt -  mussten wir mit beiden Teams umziehen und die Begegnungen im Geschwister – Scholl  ausrichten. Positiv war nur der große helle Saal in dem beide Teams – in  unserem Spiellokal spielen wir auf zwei Etagen - zusammen um wichtige Punkte kämpften.
Brett 1: Vor zwei Jahren beim Aufstieg von der Bezirksliga in die Nordhessenliga saßen sich mit der gleichen Farbverteilung Michel Wiktorczyk und der Gastspieler Alexander Glejser gegenüber.Wie damals musste Michel wieder eine harte Nuss knacken. Lange stand die Partie auf Ausgleich, auch im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern war die Aufgabe nicht leicht. Durch geschickte Manöver erreichte sein Freibauer schneller die feindliche Grundreihe und konnte somit durch die Damenumwandlung und gleichzeitigem Schachgebot die Partie entscheiden.
Brett 2: Schnörkellos erzielte Pawel Mykietyszyn nach kurzer Spieldauer gegen Werner Wollrath in einer klar angelegten Partie die volle Punktzahl. Mit der schottischen Eröffnung bei heterogen Rochaden konnte er seinen Gegner mit der aufgebrochener b-Linie bezwingen. Durch seinen kurzen Einsatz hatte er die Gelgenheit bei den weiteren Partien zu kiebitzen.
Brett 3: Weiterhin läuft Moritz Thiel seiner sonst gewohnten Form hinterher. Auch diesmal musste er sich gegen Peter Michael Haase geschlagen geben. Zwar konnte er die Qualität erobern, geriet aber anschließend in einer mit vielen taktischen Fallstricken gespickten Partie auf die Verluststraße. Da nutzte auch die kämpferische Einstellung bis in die akute Zeitnotphase hinein nichts mehr. Die Partie war nicht mehr zuhalten.
Brett 4: In einer farblosen Partie reichten sich Nikolajus Sabuninas gegen Jörg Leuthardt nach 18 Zügen zum Remis die Hände
Brett 5: Königsgambit, die Eröffnung die meistens in alten romantischen Partien vorkam, ist heutzutage auf Turnierebene selten zu finden. In der modernen Schachpraxis ist durch Computertechnik vieles ausanalysiert. Marc Schäfer fand mit den schwarzen Steinen gegen Jörg Leuthardt nicht die richtige Strategie, geriet schon nach wenigen Zügen in eine prekäre Lage, aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Die weiße Streitmacht von seinem Gegenüber entwickelte eine derartige Kraft, dem hatte Marc nach unvermeidbaren Figurenverlust nichts mehr entgegen zusetzen
Brett 6: Auch Norbert Niemeyer fällt es schwer in dieser Saison zu punkten. gegen Wilhehlm Niemann reichte es wieder nur zu einem Remis. Sizilianisch führt meistens zu einem klarem Ergebnis, aber der Gastspieler baute um seinen schwarzen Monarchen ein festes Bollwerk auf. Lange konnte Norbert als Anziehender diesen Vorteil nicht ausschöpfen. Im Mittelspiel lehnte er ein Remisangebot ab, versuchte es mit der Brechstange die f-Linie unter Bauernopfer zuöffnen. Hierdurch verschlechterte sich im Anschluss seine Stellung, sodass die Punkteteilung glücklich für ihn war.
Natürlich herrscht jetzt nach diesem Ergebnis Katerstimmung im Team, da ein Aufstieg kaum noch möglich ist. Zwar hat der Mündener SC an den letzten beiden Spieltagen nach der Papierform gegen SK Vellmar und SF Korbach das leichtere Restprogramm, aber die beiden Spitzenreiter SK Bad Sooden Allendorf gefolgt von SK Kaufungen haben sich einen respektablen Abstand zum Dritt platzierten Mündener SC geschaffen. Der nächste Spieltag, an dem die beiden Spitzenreiter aufeinander treffen, könnten sich beide Teams schon ein Remis für den Aufstieg in die Nordhessenliga leisten.

8. März 2019 Kreisliga West:5 Runde

Mündener Schachclub II
1
  TG SAbt Wehlheiden III
3
Vladimir Rasan
0
  Berthold Müller
1
Rudi Credner
0,5
  Hans Erich Kahrs
0,5
Joachim Block
0,5
  Peter Barchfeld
0,5
Paul Rasan
0
  Thomas Fliegner
1

16. Februar 2020, Bezirksliga 4.Runde:

SK Bad Sooden Allendorf
3
  Mündener Schachclub I
3
Jan Gonnermann
0,5
  Michel Wiktorczyk
0,5
Michael Jung
0,5
  Pawel Mykietyszyn
0,5
Frank Liebert
0,5
  Moritz Thiel
0,5
Wolfram Richter
0
  Nikolajus Sabuninas
1
Jörg Heppe
1
  Marc Schäfer
0
Manuel Phieler
0,5
  Norbert Niemeyer
0,5
Partien

Nordhessenliga tauglich? Diese Frage müssen sich diesmal beide Teams gefallen lassen. Bei einer Spitzenbegegnung erwartet man Partien von gehobener Qualität. Davon waren die Kontrahenten weit entfernt. Natürlich waren sich alle Beteiligten im Klaren, wenn Aufstieg, keiner kann sich eine Niederlage erlauben. Wie ernst unsere Gastgeber diesen 4.Spieltag nahmen, zeigt sich indem ihre erste Mannschaft in der Landesklasse Nord nicht komplett antrat, drei Bretter blieben unbesetzt, um das Bezirksliga Team zu stärken und weiterhin das Ziel Aufstieg nicht aus den Augen zu verlieren. Die Spitzenbretter bei den Werrastädtern mussten ersetzt werden, dafür rutschte hinten starker Ersatz nach. Der Mündener SC konnte  diesmal in Bestbesetzung ins Rennen gehen. Allerdings war unser Polenpower nicht ganz auf der Höhe, Michel Wiktorczyk war gesundheitlich angeschlagen, Pawel Mykietyszyn musste einen Trauerfall bewältigen. Unsere Studenten Moritz Thiel sowie Marc Schäfer stecken zurzeit tief in Klausuren. Von daher spielten alle mit angezogener Handbremse, konnten leider ihr wahres Können nicht zeigen. Alle Spieler zeigten Nerven, ebenso Respekt gegenüber dem jeweiligen Gegner. Also alles im allem, die Kiebitze kamen nicht auf ihre Kosten. Letztendlich hat die Punkteteilung keinem Verein genützt, wenn schon, dann ehr den Bad Soodenern. Neutral betrachtet, hat der Mündener SC das Remis nicht verdient, dafür standen die Bretter 2 und 3 auf Verlust. Das diese noch remis ausgingen, muss als Geschenk der Gastgeber angesehen werden, was dem Mündener SC noch eine minimale Chance in Punkto Aufstieg einräumt. Unerwartet musste SV Arolsen im Heimspiel gegen Ahnataler SC eine Niederlage einstecken, was das Aufstiegsgerangel auf drei Teams reduziert. SC Kaufungen zeigte in Korbach seine Favoritenrolle mit einem klaren Sieg, Thront weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Zum Spieltag, wie erwähnt Michel Wiktorczyk am Spitzenbrett konnte seine sonstige Schärfe und Bissigkeit nicht zeigen, durch ein Springeropfer gegenüber Jan Gonnermann aber ein kontrolliertes Remis mit ewigem Schach erzwingen. Die Bretter zwei mit Pawel Mykietyszyn und drei mit Moritz Thiel standen vollkommen auf Verlust. Hier machten die Gastgeber Michael Jung sowie Frank Liebert den Sack nicht zu. Unsicher in Zeitnot und der klaren Gewinnstellung am Nachbarbrett stimmte Michael Jung gegen Pawel der Remis Offerte zu. Das Moritz Thiel es dennoch mit Minusfigur schaffte seinen Gegner Frank Liebert in eine Pattfalle zu locken möchte ich als das Wunder von Bad Sooden Allendorf bezeichnen. Einzig Nikolajus Sabuninas zeigte sich von den ganzen Nebenumständen unbeeindruckt, er konnte mit den schwarzen Steinen von seinem Gegenüber Wolfram Richter die Qualität gewinnen und diesen Vorteil im Endspiel sicher verwerten. Unser Mannschaftsführer Marc Schäfer musste sich mit dem Edeljoker - dem stärkstem Spieler im Team der Gastgeber - Jörg Heppe duellieren. Lange Zeit konnte er die Partie im Ausgleich halten, verlangte seinem Gegner alles ab, musste aber durch eine Ungenauigkeit im Endspiel die Segeln streichen. Am letzten Brett saß Norbert Niemeyer ein unbekannter Ersatzspieler mit Manuell Phieler gegenüber. Zwar hatte Norbert als Nachziehender Vorteil, den er leider nicht umsetzen konnte. Remis durch dreifache Zugwiederholung.

16. Februar 2020 Kreisliga West:4 Runde

SF Korbach 5
4
  Mündener Schachclub 2
0
Paul Yaron
1
  Rudi Credner
0
Dieter Käding
1
  Vladimir Rasan
0
Hartmut Unruh
1
  Paul Rasan
0
Wolfgang Käding
1
  Uwe Will
0

10. November 2019, Bezirksliga 3. Runde:

Mündener Schachclub I
4
  SV Anderssen Arolsen II
2
Pawel Mykietyszyn
1
  Guido Göttling
0
Moritz Thiel
1
  Peter Reich
0
Nikolajus Sabuninas
0
  Rudolf Beisinghoff
1
Marc Schäfer
1
  Friedrich Wagener
0
Norbert Niemeyer
0
  Thomas Schön
1
Nizan Issmail
1
  Harald Block
0
Partien

Arbeitssieg mit Harken und Ösen, unter dem Motto es ist noch mal gut gegangen erzielte der Mündener SC gegen die Gäste SV Anderssen Arolsen 2 mit 4:2 wichtige Punkte. Gewonnen, trotzdem konnten die Residenzstädter nicht von ihrem dritten Rang verdrängt werden, mit einem halben Brettpunkt weniger muss sich unser Team dahinter auf Platz vier einreihen. Zwar besteht Sichtkontakt zur Tabellenspitze, aber in der Endabrechnung kann es gut möglich sein, dass wir auf fremde Schützenhilfe angewiesen sind. Die Mitkonkurrenten aus Kaufungen setzten in Ahnatal mit 1,5:4,5 in Punkto Aufstieg ein klares Zeichen, während Bad Sooden Allendorf in Vellmar beim 2,5:3,5 mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Zum Spieltag, während unser Kreisliga Team in Parterre des Bürgertreff gegen SV Arolsen 3 schon relativ früh mit 3:1 ihren Sieg feiern konnte, musste sich unsere Erste im Bezirksligaduell gegen die zweite Mannschaft des SV Arolsen im 1. Stock noch lange und zäh quälen.
Auch beim 3. Spieltag konnten wir nicht in Bestbesetzung antreten, unser erstes Brett mit Michel Wiktorczyk war kurzfristig krankheitsbedingt nicht Einsatzfähig, er musste ersetzt werden. In dieser Begegnung wurde einiges geboten, zwei Miniaturen einmal mit 11 Zügen und im zweiten Fall mit 17 blieben die Punkte in Hann. Münden, der Rest bestand in Daumen drücken und Nerven behalten. Alle restlichen Partien standen unklar.
Brett 1: Wiederum nahm Pawel Mykietyszyn am Spitzenbrett Platz und beendete gegen Guido Göttling mit einem Paukenschlag nach nur 11Zügen sowie einem weithin hörbaren Schachmatt seine Partie. Vom ersten Zug an setzte Pawel seinen Gegner derart unter Druck, nach kurzer Zeit drohte entweder Materialverlust oder Matt sodas der Gegner die Verhaftung seiner Majestät übersah
Brett 2: Moritz Thiel noch mit Wut im Bauch aus der letzten Partie in Kaufungen, die er unnötigerweise verlor, wollte auch er wie Pawel mit seinem Gegner Peter Reich kurzen Prozess machen, allerdings brauchte er 6 Züge länger um Münden mit 2:0 in Führung zubringen. In der schottischen Eröffnung hatte er die weißen Steine, der Gastspieler wählte die Variante mit Dh4 die Moritz sehr vertraut ist. Somit hing sein Gegenüber an der Angel und konnte nicht mehr entweichen, sodass auch hier der feindliche König umgelegt wurde. Soweit sind die Miniaturen abgehandelt.
Brett 3: Leider riss die Erfolgsserie aus der ersten und zweiten Runde von Nikolajus Sabuninas, gegen Rudolf Beisinghoff . Zeitnot sowie die zu passive Spielweise nutzte der Arolser aus, brachte dadurch die Hessen wieder zurück ins Spiel Nur noch 2:1 für Münden.
Brett 4: Erst einmal Aufatmen, Marc Schäfer konnte Friedrich Wagener zur Aufgabe zwingen. Zwar war dies am Anfang bis zum Mittelspiel nicht so klar, aber hier hatten wir das glückliche Ende für uns. 3 Zähler erreicht verlieren konnten wir nicht mehr, aber ein Unentschieden wäre für unser Vorhaben zu wenig, um Anschluss zur Tabellenspitze zuhalten war ein Gesamtsieg nötig
Brett 5: Trotz ungleichfarbiger Läufer im Endspiel konnte Norbert Niemeyer gegen Thomas Schön die Partie nicht halten und einem gegnerischen Bauern den Zutritt zur Grundreihe gestatten. Somit läuft er in dieser Saison weiterhin seiner Form hinterher. Arolen verkürzt auf 3:2 und letzte Partie mit Ersatzmann Nizar Issmail ist vollkommen unklar. Die Hessen hatten somit immer noch die Möglichkeit die Begegnung mit Remis beenden.
Brett 6: Nach langer Abwesenheit fügte sich Nizar Issmail gegen den Gast Harald Block wieder im ersten Team mit Erfolg ein. Allerdings konnte er zu Anfang seine Nervosität nicht ganz ablegen. Lange Zeit konnte man schlecht beurteilen wer am Ende die Nase vorn hat. Zum Schluss griff sein Kontrahent fehl, was Nizar in eine Gewinnstellung brachte, die er mit einem Sieg krönen konnte. Geschafft die Punkte bleiben in Münden.
Zum Abschluss, jetzt ist bis Februar eine längere Pause um Kraft für die nächste Aufgabe in Bad Sooden Allendorf zutanken. Zusammenhalt ist jetzt geboten, hier ist der schärfste Aufstiegskandidat unser Gegner, der auch gern in der Nordhessenliga spielen möchte. Dies wird unsere schwerste Begegnung werden, vielleicht hat die Schachgöttin Caissa ein Einsehen mit uns.

10. November 2019 Kreisliga West:3 Runde

Mündener Schachclub II
3
  SV Anderssen Arolsen III
1
Vladimir Rasan
1
  Florian Umlauf
0
Uwe Will
0
  Peter Junghans
1
Thomas Schopf
1
  Robert Wende
0
Paul Rasan
+
  Witold Umlauf
-

27. Oktober 2019, Bezirksliga 2. Runde:

SC Kaufungen 1
4
  Mündener Schachclub I
2
Manfred Müller
0
  Pawel Mykietyszyn
1
Vincent Kirchner
1
  Moritz Thiel
0
Bernhard Wander
0,5
  Nikolajus Sabuninas
0,5
Uwe Bebendorf
1
  Marc Schäfer
0
Martin Becker
1
  Norbert Niemeyer
0
Karsten Eiser
0,5
  Uwe Will
0,5
Partien

Wiederaufstieg Ade? Nach der misslungenen zweiten Runde gegen den starken Mitfavoriten aus Kaufungen sind die Chancen erheblich gesunken. Natürlich war die Enttäuschung direkt im Anschluss nach der Begegnung auf der Heimfahrt zu spüren. Zu allem Überfluss haben sich unsere nächsten Gäste aus Bad Arolsen im Heimspiel gegen SK Vellmar 1950 3 klar mit 5:1 durchgesetzt. Damit werden sie mit breiter Brust am 11. November gegen uns antreten und sind mit dem unerwarteten hohen Ergebnis keinesfalls zu unterschätzen. Gewarnt sind wir, aber diesmal können wir endlich in Bestbesetzung uns dieser Aufgabe an den Brettern stellen.
Lange ist es her, dass beide Teams aufeinander trafen, in der Saison 2008 Nordhessenliga musste der MSC ebenfalls zu den Gastgebern anreisen. Allerdings war an diesem letzten Spieltag der bittere Abstieg schon beziegelt. Das hielt aber die Kaufunger nicht davon ab uns mit einer schmerzhaften Niederlage von 1,5:6,5 auf den Heimweg zuschicken. Pawel Mykietyszyn spielte zu der damaligen Zeit noch auf der anderen Seite. Zwischen ihm und dem damaligen Mündener Spieler Frank Borchert kam es zu einer sehr spannenden und sehenswerten Partie.Danach kam es 11 Jahre lang zu keiner weiteren Auseinandersetzung mehr.
Zum Spielverlauf gegen SC Kaufungen, auch nach dem langen Zeitabschnitt konnten wir uns nicht revanchieren, die Partien aus Sicht der Mündener verliefen verkrampft und waren nicht von Fehlern befreit. Vielleicht spielte auch der Druck  unbedingt zu punkten eine entscheidende Rolle zu ungunsten gegen uns.

Brett 1: Michel Wiktorczyk war wegen einer Familienfeier verhindert, somit rutschte Pawel Mykietyszyn vor zum Spitzenbrett hier setze er sich gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen ,dessen Spielweise ihm bekannt war, Manni Müller durch. Diesmal war der Verlauf der Begegnung nicht so spektakulär wie vor 11 Jahren. Aber er war der einzige Spieler im Mündener Team dem der Druck zum Wiederaufstieg völlig kalt ließ. In seiner klar strukturierten sowie soliden Partie hatte er immer das Heft fest in der Hand

Brett 2: Auch hier schien es gut für uns zu laufen, Moritz Thiel erreichte mit den schwarzen Steinen gegen Vincent Kirchner eine vorteilhafte Stellung. Nach einer wahren Abtauschlawine hatten beide Seiten nur noch Bauern auf dem Brett. Wie nervös im Anschluss beide Kontrahenten unverständlicher Weise waren zeigte sich abwechselnd im Fehlgreifen, sodass von einem zum nächsten Zug eine Gewinn- und sofort darauf eine Verluststellung auf dem Brett stand. Leider für uns unterlief Moritz der letzte Fehler, der sodann von Vincent Kirchner mit dem Punktgewinn für Kaufungen bestraft wurde.

Brett 3: Hoffnung auf die volle Punktzahl besaß Nikolajus Sabuninas gegen Bernhard Wander. Mit Weiß spielte Nikolajus nicht mehr so defensiv wie in der Vergangenheit. Auch das ewige Gespenst der Zeitnot wurde diesmal vertrieben. Bis zum Endspiel hatte er einen Bauern für die Initiative weniger, den er aber wieder zurück erobern konnte. Mit jetzt selbst im Besitz eines Mehrbauer und auch der besseren Struktur von den Burschen keimte Hoffnung auf. Allerdings waren jeweils noch ein Springer und die Damen im Spiel. Es ist ja bekannt, das die Damenendspiele ihre eigenen Gesetze, haben denn die feindliche Dame konnte den Monarchen von Nikolajus ständig belästigen, dem er sich nicht mehr entziehen konnte. Somit leider nur einen halben Zähler

Brett 4 und 5: Mit Marc Schäfer gegen Uwe Bebendorf sowie Norbert Niemeyer gegen Martin Becker blieben die Punkte in jeweils einer blutleeren Partie bei den Nordhessen

Brett 6: Ersatzspieler Uwe Will kehrte wieder mit einem Teilerfolg in die Erste zurück, aber auch er konnte leider nur durch seine Punkteteilung gegen Karsten Eiser ein bisschen. Ergebniskorrektur betrieben. Er stand stets im Laufe der Partie leicht besser, jedoch war der Gesamtsieg für die Gastgeber unter Dach und Fach, somit ist es verständlich das sein Gegner alles abtauschte was er erwischen konnte. Am Ende blieben nur noch beide Könige auf dem Brett

Zum Abschluss:Um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir im Heimspiel gegen die Residenzstädter punkten, das wird eine Herkulesaufgabe werden. Wir müssen jetzt die Köpfe zusammen stecken uns wieder motivieren nur so kann es was werden

27. Oktober 2019 Kreisliga West:2 Runde

SV Caissa Kassel 4
2,5
  Mündener Schachclub II
1,5
Swantje Kind
1
  Vladimir Rasan
0
Jannis Rödel
0
  Joachim Block
1
Philipp Mester
1
  Thomas Schopf
0
Svetlana Simukova
0,5
  Paul Rasan
0,5

Impressionen vom 2. Spieltag bei dem Gastgeber SV Caissa Kassel 4

Cassia 4 MSC 2 Caissa 4 MSC 2 Caissa MSC
     
Caissa MSC Caissa MSC Caissa MSC
     
Caissa MSC Caissa MSC Caissa MSC

Fotos von Günther Preuß

22. September 2019, Bezirksliga 1. Runde:

Mündener Schachclub I
4
  Schachclub Ahnatal I
2
Michel Wiktorczyk
1
  Wolfgang Schnellenpfeil
0
Pawel Mykietyszyn
0,5
  Berthold Scheffczyk
0,5
Nikolajus Sabuninas
1
  Milanko Grcic
0
Marc Schäfer
1
  Wolfgang Hartleib
0
Norbert Niemeyer
0,5
  Rolf Both
0,5
Joachim Block
0
  Wolfram Schmidt
1
Partien

Hausaufgabe erfüllt: Um den anvisierten Wiederaufstieg in die Nordhessenliga im Auge zu behalten, war im Vorfeld ein Sieg gegen den Mitabsteiger SC Ahnatal aus der Vorsaison fest eingeplant. Mit 4: 2 wurde diese Vorgabe, nicht in Bestbesetzung, zum Saisonauftakt erfüllt.

Einige Worte zu Anfang neben dem ersten Spieltag von der Bezirks- u. Kreisliga West. Nicht so groß wie die Wiesn in München war der parallel bei Kaiserwetter angebotene Bauernmarkt in der Innenstadt, unweit vom Vereinslokal entfernt, der zu erheblichen Verkehrsbehinderungen mit einer extremen Menschenmenge führte. Solange ich in Münden wohne habe ich ein solches Chaos noch nie erlebt. Sämtliche Parkplätze waren besetzt, selbst weit außerhalb der Stadt gab es keine Möglichkeit. Die Polizei verteilte (unverständlicherweise) viele Knöllchen und hatte alle Hände voll zutun um den Verkehr in den Griff zubekommen. Hann. Münden platzte aus allen Nähten. Glücklicherweise war der Geräuschpegel in den Turnierräumen nicht störend, sodass die Veranstaltung ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte. Im Zeitalter von Handys bzw. Smartphons boten die Verantwortlichen des Mündener SC an, den Spielbeginn um eine Stunde zu verschieben, damit alle Gastspieler unversehrt den Bürgertreff erreichen konnten. Auf diesen Wege sagt der MSC an alle Beteiligten für die Umstände Entschuldigung, allerdings haben wir selbst nicht mit solchen chaotischen Verhältnissen gerechnet.  Um sich von all den Strapazen zu erholen, gab es den Bauernmarkt angemessen, auch bei uns Kürbiscremsuppe, sowie Pflaumen- u. Apfelkuchen, vielen Dank an die fleißigen (Bienen) Helferinnen.

Doch nun zum Wesentlichen, Schach wurde auch gespielt. Trotz aller im Vorbericht genannten Widrigkeiten erreichten die Gäste aus Ahnatal sowie Baunatal kurz nach 14.00 Uhr unsere Spielstätte. Somit konnten mit einigen Veränderungen im neuen Spielbetrieb, hauptsächlich der Zeitmodus, die Messer gewetzt werden. Durch die komplizierte Technik, leider mussten die neu angeschafften Uhren manuell eingestellt werden, gab es in der zweiten Zeitperiode ein Problem mit dem 30 Sekunden Bonus. Bei der Begrüßung der Gäste wiesen wir darauf hin, dass es zu eventuellen Problemen mit der neuen Technik kommen könnte. Glücklicherweise gab keine Proteste, obwohl im zweiten Zeitabschnitt die Einstellung nicht korrekt war.

Dadurch dass wir nicht in Bestbesetzung – Moritz Thiel an Brett drei war verhindert – antraten, fiel das Ergebnis nicht ganz so klar aus, wie in der Vorsaison aus der Nordhessenliga, welches wir bei 8 Spielern mit 7: 1 gewannen. Aber mit dem Resultat von 4: 2 spielen wir vorne mit, belegen derzeit Rang drei mit einem halben Brettpunkt Abstand zu führenden schärfsten Mitfavoriten von Bad Sooden Allendorf und Kaufungen.

Brett 2: Pawel Mykietyszyn erzielte gegen den Gast aus Ahnatal Dr. Berthold Scheffczyk mit den weißen Steinen als erster ein Remis. In der Phillidor-Verteidigung versuchte Pawel die Initiative an sich zu reißen, was ihm auch zeitweise gelang, doch sein nominell schwächere Gegner wehrte sich mit Haut und Haar, konnte den Druck aus der Stellung nehmen und bei einem ungleichen Läuferendspiel die Punkteteilung erzwingen.

Brett 4: Unser Teamkapitän, als Anziehender, Marc Schäfer brachte die Drei -Flüsse Städter gegen Wolfgang Hartlieb in Führung. Hier stand die Englische Eröffnung auf dem Brett. Im Mittelspiel entschieden die zentralen d- und e Linien, zugunsten für Marc, er konnte mit seinen schweren Geschützen diese besetzen und im Anschluss mit seinen leichten Figuren in die feindliche Stellung eindringen. Auch hier gab es ebenfalls ein Läuferendspiel, allerdings ein Gleichfarbliches. Durch geschicktes manövrieren seitens von Marc musste der Gegner seine letzte Figur opfern, aber auch dies konnte die Niederlage nicht abwehren, ein Bauer schaffte es die gegnerische Grundreihe zu betreten

Brett 6: Hier kämpften die Ersatzspieler (auch SC Ahnatal war nicht in Stammbesetzung angetreten) gegeneinander. Allerdings boten die Gäste mit Wolfram Schmidt (DWZ 1739) gegen unseren Vereinsvorsitzenden Joachim Block einen dicken Brocken auf. Zwar hielt Joachim als Weißspieler lange im Damengambit mit, hatte sogar teilweise im Mittelspiel kleinen Vorteil, den er aber nicht halten konnte. Leider unterlief ihm eine Ungenauigkeit, welche eine Figur und einige Züge später die Partie kostete.

Brett 1: Unsere Schachmaschine, Michel Wiktorczyk, hatte sich gut gegen seinen Kontrahenten Wolfgang Schnellenpfeil vorbereitet. Als Nachziehender konnte er aber nicht vermeiden, dass sein Gegenüber immer leicht vorne lag. Spiel entscheidend auch hier die zentraledie e Linie. Erst ab den 31 Zug konnte Michel das Ruder herumreißen und die Initiative übernehmen sowie die gewonnene e-Line als Sprungbrett zum Einbruch in die Königsstellung auf dem Damenflügel nutzen. Den Vorteil gab er nicht mehr aus den Händen Zweiter voller Zähler auf dem Konto der Mündener

Brett 3: Wiederum die Plage mit der schrecklichen Zeitnot von Nikolajus Sabuninas gegen Milanko Grcic. Durch den berichteten Fehler zu Anfang mit den neu angeschafften Digitaluhren kam Nikolajus in große Schwierigkeiten. Zum Glück für uns konnte unser Spitzenbrett mit Michel die Uhr manuell korrekt  einstellen, brachte den 30 Sekunden Bonus zum laufen. Wie wir Nikolajus kennen spielte er defensiv lauernd aufs Kontern. Sein Gegner war nominell auch ein dicker Fisch ( Elo 1925). Durch seine kompakte Spielanlage erreichte unser drittes Brett  nach dem 13. Zug Vorteil und baute diesen im Laufe der Partie Stück für Stück aus. Am Schluss gab es ein Damenendspiel, hier erzwang er eine Gewinnstellung mit zwei Mehrbauern – verbundene Freibauern – auf der Damenseite . Trotz knapper Zeit brachte er Gewinn über die Ziellinie, ein weiterer wichtiger Punkt blieb in Münden. Aber wie sooft bei ihm, hier musste man starke Nerven behalten.

Brett 5: Norbert Niemeyer (in Zukunft erhält er noch den Posten als Verteidigungsminister) wählte die Russische –Verteidigung gegen den Gast Rolf Both. Ein bekannter Großmeister, Vladimir Hort, erklärte in einem Interview mal, dass wir Schachspieler leidensfähig sind und uns stundenlang walken und kneten lassen. Dies musste Norbert im ganzen Spiel über sich ergehen lassen. Die Begegnung endete zwar remis, aber das war keineswegs geschoben, ganz im Gegenteil Ahnatal musste punkten. Bei heterogenen Rochaden hatte der weiße Monarch etwas mehr Schutz in seiner Festung, während Norberts schwarzer Chef sehr luftig stand. Ständig drückte Rolf Both gegen den mitten im Kampfgetümmel stehenden König, Norbert wehrte sich aktiv, musste seine Dame eintauschen gegen die beiden feindlichen Türme. Zum Schluss erreichte er mit seinen restlichen Figuren eine Festung, zwar konnte die feindliche Dame seinen König ständig belästigen, aber der gegnerische König konnte nicht mit ins Kampfgeschehen eingreifen. Geschafft Remis

Zum Abschluss: Saisonauftakt gelungen, jetzt schon am zweiten Spieltag haben wir in Kaufungen mit dem hiesigen Schachverein einen richtigen Gradmesser vor der Brust. Hier wird es sich zeigen wo in Zukunft der Weg hinführt. Hoffentlich bleibt der Kampfgeist auch in der Fremde erhalten. Also auf geht’s Bericht Norbert Niemeyer

22. September 2019 Kreisliga West:1 Runde

Mündener Schachclub II
1,5
  Schachklub Baunatal II
2,5
Vladimir Rasan
0
  Willi Kirsch
1
Rudi Credner
0
  Winfried Kirsch
1
Uwe Will
1
  Zvonimir Radnic
0
Paul Rasan
0,5
  Hans Joachim Hallas
0,5

Eine Punkteteilung war möglich: Auch beim zweiten Mündener Team einige Worte im Vorfeld. Mit etwas Verspätung konnte die Begegnung gegen SK Baunatal gestartet werden. Ursache auch hier Probleme mit den neuen Uhren Erwähnenswert der Vorfall am Spitzenbrett zwischen Vladimir Rasan und dem Gast Willi Kirsch. Ein unkorrekter Zug; Vladimir rochierte lang, allerdings zog er mit seinem König über das Schach gegebene Feld des feindlichen Springers hinweg. Beide Spieler bemerkten diesen Fehler nicht, daher gab es Seitens der Beteiligten keine Reklamation. Aber ein Kiebitz mischte sich in die laufende Partie ein. Nicht umsonst heißt es, Kiebitz halt die Goschen sonst wird’s du verdroschen. Unser Schiedsrichter Norbert Niemeyer war vor Ort, musste aber selbst im Bezirksliga Team spielen, bekam daher von diesen Vorgang nichts mit. Bedauerlicherweise wurde er nicht, um den Fall zuklären, ans betroffene Brett geholt. Unrichtig war es Seitens der Gäste bei dieser Partie auf Verlust zu reklamieren. Im Spielbetrieb wenden wir die FIDE Regeln an, laut dieser kommen die § 4 und § 7 Gangart der Figuren sowie unkorrekte Züge zum tragen. Bezugnehmend zu diesem Ereignis wäre die Partie weitergelaufen. Der Verursacher hätte eine Zeitstrafe von zwei Minuten erhalten, sein König musste sodann einen korrekten Zug ausführen. Natürlich wird im Wiederholungsfall die Partie genullt. Bei dem zweiten Brett zwischen dem Mannschaftsführer Rudi Credner gegen unser ehemaliges Mitglied Winfried Kirsch war nichts zu holen. Erfreulich, Uwe Will hatte seinen Kontrahenten Zvonimir Radnic fest im Griff, überspielte ihn und verbuchte somit den vollen Punkt. Unser Jüngster, Paul Rasan - noch beflügelt vom Sieg im Vereinsturnier – erreichte durch seine solide Eröffnungsbehandlung eine vorteilhafte Stellung, die er noch im weiteren Verlauf verstärkte. Es hätte zum Gewinn gereicht, aber hier schätze er die Position falsch ein und lies den Gegner mit einem Remis vom Haken. Trotzdem Paul Daumen hoch. Schade die Punkte blieben nicht in Münden, sondern wanderten zu den VW Städtern